Freitag, 18.11. - Zuckerstangen und Funkstörung
Sooo... Die Woche war eine normale Woche, arbeiten, Sport machen und sich morgens über das schöne Wetter freuen. Am Freitag hatte ich ja wieder frei, war allerdings ein wenig am kränkeln und habe im Bett rumgelegen. Hier habe ich immer so ein schlechtes Gewissen, wenn ich die freien Tage nicht von morgens bis abends nutze, es ist ganz schlimm.Auf dem Markt habe ich wieder einen tollen Kräutersalatmix zusammengestellt, Baby Spinat und Spicy Mix sind meine Favoriten. Es gibt sogar einen Mix mit Blüten, sieht sehr schön aus, ist mir dann aber doch zu teuer.
Nachmittags bin ich noch mit meinem schönen Rosa Fahrrad zum 99 c und habe bergeweise Süßigkeiten für Weihnachten und Nicholaus eingekauft, ganz hemmungslos, ist ja nicht für mich ;)Ich mag diese Candystangen hier so, ich glaube nicht dass sie schmecken, aber sie sehen so schön 50er Jahre mäßig aus in ihren Farben und Spiralen. Um wenigstens ein bißchen Weihnachtsstimmung in unser 1 Zimmer Schloss zu bringen habe ich eine Lichterkette gekauft, in lilarotblaugrüngelb. Einfarbig gibt es nicht, ist wahrscheinlich zu dezent.Das macht was her! Mensch! Die Wohnung wirkt gleich mal mindestens 10$ exclusiver und das für nur 99c!
Jetzt hatten wir also endlich mal das entsprechend teure Ambiente um unseren delikatess Orangen-Chilli-Honig Hühnchen Kräuter Salat zu verspeisen und sind dann abend in einen Club. Einen Club. Einen Club! Das erste Mal, dass wir es geschafft haben einen Club zu besuchen und einfach tanzen zu gehen, es war unglaublich. Kamal hatte vorher schon Karten besorgt, wir haben die Adresse gefunden, einen Parkplatz für Fred, der immer öfter rumzickt, und die 153-Tonnen Türsteher haben uns sogar reingelassen, obwohl ich sämtliche IDs vergessen hatte. Ich sehe also schon weit älter aus als 21 und langsam kommt das Alter, kriechen die ersten Zweifel ins ohnehin schwärzliche Gemüt, ob ich mich noch darüber freuen soll älter auszusehen, als ich bin. Ja, LA bringt mich zu neuen Augenschattenrekord Tiefen, vielleicht ist es aber auch nur das nahende Rentenalter. Mit 23 ist das Leben in einem echten eigenen Körper schon schwer...


Der Club war sehr sehr "chique". Monsteranlage, anthrazit farbenen Ledersitzgruppen mit einer perfekt ausgeleuchteten einzelnen weißen Blüte auf dem Tisch, neben den VIP Reservierungskarten, in denen die Getränke gleich flaschenweise für 160 - 350 $ angepriesen wurden. Alle 5 Meter ein Security im schwarzen Anzug, ein Restaurant angeschlossen und einen wunderschönen Patio auf der Dachterasse mit Kerzen, marrokanischen Lampen, Bambushimmelbetten, exotischen Sitzgruppen, Bananenbäumen und großer Buddha Stautue. Hätte ich gerne einfach alles mal eben eingepackt und mitgenommen. Ach ja, sehen wollten wir übrigens Funkstörung und sie waren schwer beeindruckend. Die deutschen Techno-Bastler wieder mit ihren präzisen elektronischen Klängen und den schicken Umlauten im Namen. Die Leute waren begeistert, wir auch und das Tanzen und Laut Musik hören hat nach der langen Abstinenz sehr gut getan. Ich hatte sogar Muskelkater - I didn´t know I could get down like that.
Nach Funkstörung war Josh Wink dran, die Musik war so mittel und wir sind auf die Terrasse ein wenig frische Luft schnappen. Dort haben wir ein türkisch-amerikanisches Pärchen kennengelernt und uns lange mit ihnen unterhalten.Dort standen wir also im tropischen Garten im November im Partyhemdchen und sprachen über Türken und Deutsche und Amerikaner und Mexicaner und Cubaner und alle diese in verschiedenen Kombinationen in Deutschland und in der Türkei und in Amerika. Sehr spannend, sehr anders und doch ähnliche Probleme/Vorurteile von allen Seiten, positiv wie negativ. Es ist echt immer so spannend hier zufällig mit Menschen zu kollidieren, die man zuhause nie so kennenlernen würde. das Fremd sein verbindet sehr und öffnet einen ganz anderen Blick auf zuhause. Der Heizstrahler strahlte, die Bambusblätter wiegten sanft im Wind, ebenso die betrunkenen Männer, und es war schön zu sehen wie das Beherrschen von türkischen Schimpfwörtern Verbindungen über Kontinente schafft. Wir haben Telefonnummern getauscht und werden mal mit ihnen am Hollywood Sign spazieren gehen.
Mittlerweile war es schon 1.30 (WOW! Das ist SPÄT!)und wir sind wieder rein zur Musik. Kamal hatte noch ein Getränk in der Hand und zack, kommt ein Türsteherschrank, nimmt es und wirft es lächelnd in den Müll.Hmm... Leicht irritierende Aktion, das Getränk war halbvoll. Wir waren zwar den Handtücher-Reich-Service von den Toiletten gewöhnt, aber ein Gläser Wegwerf-Service war uns selbst hier noch nicht bekannt. Kamal schrie irgendwas fragendes durch die Bässe, aber der Türsteher lächelte nur nett und machte eine 2 und eine Halsdurchschneide-Geste. Wir haben dann auch mal nett gelächelt und uns etwas entfernt,sicherheitshalber. Nach langem Rätseln viel uns nur die Sperrstunde um 2.00 ein, aber der Club sollte bi 4.00 aufhaben, da wird wahrscheinlich ganz korrekt schon mal 2 1/2 Stunden vorher durchgegriffen. Das finde ich sehr schade hier am Weggehen, es ist alles so reglementiert und so übertrieben runtergekühlt. Ohne Air Condition geht gar nichts. Es ist zwar schön, dass die Klamotten nicht so verraucht riechen am nächsten Morgen, aber irgendwie sind mir dampfende Räume und tropfende dreckige Wände lieber zum tanzen gehen, hier ist es so steril. Aber: Das Publikum ist immer sehr toll gemischt, hier gibt es einfach so viele Szenen, dass sich kein Dresscode durchsetzt und immer völlig verschiedene Leute überall anzutreffen sind.
Auf dem Nachhauseweg gab es noch einen traditionellen Mac Donaldsbesuch (wir mussten einen suchen, der noch auf hatte, das erschien uns schon nach nur 8 wochen im Serviceparadies fast unverschämt...;) ), tanzen macht hungrig und so gegen 4 sind wir satt, müde und zufrieden ins Bett gefallen.
Nachmittags bin ich noch mit meinem schönen Rosa Fahrrad zum 99 c und habe bergeweise Süßigkeiten für Weihnachten und Nicholaus eingekauft, ganz hemmungslos, ist ja nicht für mich ;)Ich mag diese Candystangen hier so, ich glaube nicht dass sie schmecken, aber sie sehen so schön 50er Jahre mäßig aus in ihren Farben und Spiralen. Um wenigstens ein bißchen Weihnachtsstimmung in unser 1 Zimmer Schloss zu bringen habe ich eine Lichterkette gekauft, in lilarotblaugrüngelb. Einfarbig gibt es nicht, ist wahrscheinlich zu dezent.Das macht was her! Mensch! Die Wohnung wirkt gleich mal mindestens 10$ exclusiver und das für nur 99c!
Jetzt hatten wir also endlich mal das entsprechend teure Ambiente um unseren delikatess Orangen-Chilli-Honig Hühnchen Kräuter Salat zu verspeisen und sind dann abend in einen Club. Einen Club. Einen Club! Das erste Mal, dass wir es geschafft haben einen Club zu besuchen und einfach tanzen zu gehen, es war unglaublich. Kamal hatte vorher schon Karten besorgt, wir haben die Adresse gefunden, einen Parkplatz für Fred, der immer öfter rumzickt, und die 153-Tonnen Türsteher haben uns sogar reingelassen, obwohl ich sämtliche IDs vergessen hatte. Ich sehe also schon weit älter aus als 21 und langsam kommt das Alter, kriechen die ersten Zweifel ins ohnehin schwärzliche Gemüt, ob ich mich noch darüber freuen soll älter auszusehen, als ich bin. Ja, LA bringt mich zu neuen Augenschattenrekord Tiefen, vielleicht ist es aber auch nur das nahende Rentenalter. Mit 23 ist das Leben in einem echten eigenen Körper schon schwer...


Der Club war sehr sehr "chique". Monsteranlage, anthrazit farbenen Ledersitzgruppen mit einer perfekt ausgeleuchteten einzelnen weißen Blüte auf dem Tisch, neben den VIP Reservierungskarten, in denen die Getränke gleich flaschenweise für 160 - 350 $ angepriesen wurden. Alle 5 Meter ein Security im schwarzen Anzug, ein Restaurant angeschlossen und einen wunderschönen Patio auf der Dachterasse mit Kerzen, marrokanischen Lampen, Bambushimmelbetten, exotischen Sitzgruppen, Bananenbäumen und großer Buddha Stautue. Hätte ich gerne einfach alles mal eben eingepackt und mitgenommen. Ach ja, sehen wollten wir übrigens Funkstörung und sie waren schwer beeindruckend. Die deutschen Techno-Bastler wieder mit ihren präzisen elektronischen Klängen und den schicken Umlauten im Namen. Die Leute waren begeistert, wir auch und das Tanzen und Laut Musik hören hat nach der langen Abstinenz sehr gut getan. Ich hatte sogar Muskelkater - I didn´t know I could get down like that.
Nach Funkstörung war Josh Wink dran, die Musik war so mittel und wir sind auf die Terrasse ein wenig frische Luft schnappen. Dort haben wir ein türkisch-amerikanisches Pärchen kennengelernt und uns lange mit ihnen unterhalten.Dort standen wir also im tropischen Garten im November im Partyhemdchen und sprachen über Türken und Deutsche und Amerikaner und Mexicaner und Cubaner und alle diese in verschiedenen Kombinationen in Deutschland und in der Türkei und in Amerika. Sehr spannend, sehr anders und doch ähnliche Probleme/Vorurteile von allen Seiten, positiv wie negativ. Es ist echt immer so spannend hier zufällig mit Menschen zu kollidieren, die man zuhause nie so kennenlernen würde. das Fremd sein verbindet sehr und öffnet einen ganz anderen Blick auf zuhause. Der Heizstrahler strahlte, die Bambusblätter wiegten sanft im Wind, ebenso die betrunkenen Männer, und es war schön zu sehen wie das Beherrschen von türkischen Schimpfwörtern Verbindungen über Kontinente schafft. Wir haben Telefonnummern getauscht und werden mal mit ihnen am Hollywood Sign spazieren gehen.
Mittlerweile war es schon 1.30 (WOW! Das ist SPÄT!)und wir sind wieder rein zur Musik. Kamal hatte noch ein Getränk in der Hand und zack, kommt ein Türsteherschrank, nimmt es und wirft es lächelnd in den Müll.Hmm... Leicht irritierende Aktion, das Getränk war halbvoll. Wir waren zwar den Handtücher-Reich-Service von den Toiletten gewöhnt, aber ein Gläser Wegwerf-Service war uns selbst hier noch nicht bekannt. Kamal schrie irgendwas fragendes durch die Bässe, aber der Türsteher lächelte nur nett und machte eine 2 und eine Halsdurchschneide-Geste. Wir haben dann auch mal nett gelächelt und uns etwas entfernt,sicherheitshalber. Nach langem Rätseln viel uns nur die Sperrstunde um 2.00 ein, aber der Club sollte bi 4.00 aufhaben, da wird wahrscheinlich ganz korrekt schon mal 2 1/2 Stunden vorher durchgegriffen. Das finde ich sehr schade hier am Weggehen, es ist alles so reglementiert und so übertrieben runtergekühlt. Ohne Air Condition geht gar nichts. Es ist zwar schön, dass die Klamotten nicht so verraucht riechen am nächsten Morgen, aber irgendwie sind mir dampfende Räume und tropfende dreckige Wände lieber zum tanzen gehen, hier ist es so steril. Aber: Das Publikum ist immer sehr toll gemischt, hier gibt es einfach so viele Szenen, dass sich kein Dresscode durchsetzt und immer völlig verschiedene Leute überall anzutreffen sind.
Auf dem Nachhauseweg gab es noch einen traditionellen Mac Donaldsbesuch (wir mussten einen suchen, der noch auf hatte, das erschien uns schon nach nur 8 wochen im Serviceparadies fast unverschämt...;) ), tanzen macht hungrig und so gegen 4 sind wir satt, müde und zufrieden ins Bett gefallen.
2 Comments:
At 12:53 PM,
Anonym said…
Hello, my name is Allison. I saw your blog on the random flashing blogs on my own blog login page. Do you know English? Sorry if you think I'm wierd, you can ignore me if you think I'm too strange. I'm not though, once you get to know me. :) I just started singing some songs in German for my voice seminar, and I recognized it in your blog title, and I was interested. I'm trying to learn German ... is it possible that you could teach me some basics? Or we could be pen pals or something? Please let me know. I hope to talk to you soon, if you're willing. :)
-Allison
At 2:37 PM,
Alisa said…
Hallo Allison, funny to hear from you. Yes, I am German and I´m staying in LA for 3 months, so I´m wiriting about everything I see here. What songs are you singing and where are you from?
Check the Goethe-Institut link, it is the german cultural organisation where i´m working right now, they are offering german classes aswell.
Bis bald (see you soon),
Alisa
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