l.a. für alle!

21 November 2005

Sonntag Abend, 20.11. - Juliette and the Licks













Nach
dem Griffith Park hatten wir noch Zeit bis zum Juliette Lewis Konzert, also sind wir am Santa Monica Boulevard mal wieder lecker Thailändisch essen gegangen. Eine sehr gute günstige Alternative zu fast food und nach dem Monster Hotdog in Downtown war ein wenig leichtes Grünzeug nötig... Am Santa Monica Boulevard ist auch viel los, ich glaube es ist eine eher schwule Gegend, dort war auch der Halloween-Umzug. Viele Cafés, Restaurants und einige russische Läden und Delis.Um 19h dann zum Troubadour und wir haben sogar noch Karten bekommen, es klappt immer besser..


Rock´n Roll! Noch ein Rockkonzert, ein Starkonzert, Juliette and the Licks. Wenn wir es so schon nicht schaffen, endlich einen echten Hollywoodstar zu erwischen, bezahlen wir eben 14 $, um einen singen zu sehen. In echt. Ganz nah. Wow.

Das Troubadour am Santa Monica Boulevard war ein richtiger Rockclub, ohne Anzugtürsteher aber mit Tiefkühl-Aircondition. Die Vorgruppen waren solala, TSAR, Glamrockerjungs mit Glitzerschal und Schminke, nicht so mein Ding und eine Rcokerfrau im amgeschnittenen Jacket. Ich habe dort auch eine ganz neue Gruppe amerikanscher Wesen kennengelernt, Midwestern-Rockwalzen. Es war ganz ganz schlimm. Ja, es ist ein Rockkonzert. Ja, man hüpft ganz viel, streckt Zeige- und kleinen Finger in die Luft und schreit Fuck und ich bin da irgendwie falsch, mit meinen Klackerschuhen. Die schützen die Zehen einfach nicht so gut, wenn vor dir eine 130 Kilo Brust mit Farmersfrau dran wogt. Da waren Frauen, das war einfach furchtbar. Das ist auch etwas typisch amerikanisches, diese Rock Chicks mit blondierten Haaren, zerrissenen Jeans und ordentlich Plastikdecollté oder auch einfach überall zuviel.










Pünktlich um 22.30 kam dann unter viel Geschrei
Juliette Lewis auf die Bühne und los gings. Soweit ich dan beurteilen kann haben sie ordentlich gerockt, in die Saiten gehauen, rumgebrüllt und viele schöne Glamrock Posen gemacht. Juliette ist dürr wie eine Heuschrecke und ist bewundernswert sicher in ihren Pfennigabsätzen über die Bühne gefegt. Sie hatte einen seltsamen weißen Spaceanzug an, ganz eng und mit schwarzen Knieschonern. Kamal hat dank seiner neuen Kamera gute Fotos gemacht, mit meiner ging nur ein erkennbares, aber hier findet ihr all die heißen Bilder ;). Die Musik war so mittelmäßig, aber ihre Performance war wild und dementsprechend die Fanbewegungen vor mir und auf meinen Fusszehen. Irgendwann bin ich dann hochgegangen und habe mir die letzte halbe Stunde von der Tribüne aus angeguck, die wilden Zeiten sind vorbei, haha. So habe ich die einmalige Gelegenheit verpasst Juliette Lewis beim Stagediven anzufassen. So ein Mist.
Ich hätte so gerne mal den eiergelben Polyester Ganzkörperanzug gefühlt, den sie mittlerweile anhatte...schade.


Trotzdem, gute Show, tolles Wochenende, ein Hoch auf LA!