7.12. - 09.12. - Lesungen und Weihnachtsfeiern


Am 07.12. (das ist schon wieder solange her...)war hier eine Lesung mit Frances Schönberger, einer sehr beeidruckenden tollen Frau, die von Bayern über New York hier in Hollywood gelandet ist und mittlerweile DIE deutsche Starjournalistin ist.Nina Hagen war leider doch nicht da, aber dafür die Mutter von Leonardo DiCaprio, das ist doch schon mal was, die Ähnlichkeit ist da. Frances kennt alle von John Lennon bis Charles Buckowski, Clint Eastwood bis Halle Berry und hat viele spannende Sachen zu erzählen gehabt. Margit hat noch mitgelesen und ein aufkommender deutscher Schauspieler namens Christian Oliver, der gerade "The good German" mit Clooney fertig gedreht hat.
Der Abend war echt richtig nett, das ganze Goethe-Team war da, Frances ein faszinierender Mensch und die Klatschgeschichten natürlich super unterhaltsam.Es sind doch alles nur Menschen, nur dass Depressionen und Beziehungskrisen im Bentley irgendwie schicker wirken als bei unsereins.Es herrschte schon fast ein wenig Abschiedsstimmung, es ist noch nicht mal mehr ein Monat, dann werden wir unser geliebtes LA wieder verlassen und in die kalte Heimat zurückkehren. Aber so um Weihnachten setzt dann doch das Familienheimweh ein...Es wird auch sehr schön, nach Hause zu kommen!
Ich habe mir natürlich ihr Buch gekauft, für die Busfahrten brauche ich immer genug spannende Lektüre und wollte sie schon bitten, mir irgendwas hineinzuschreiben, was mir Hofnung darauf macht auch mal ein so spannendes Leben zu haben - sie hats von ganz allein gemacht, mir Mut gewünscht beim Entdecken der Welt. Schön!


Am 8.12. hatte ich ausnahmsweise frei, weil ich dafür freitags arbeiten musste und habe mir aus brotmangel ganz verschlafen einen pulli und hosen übergestreift und bin am beachwalk lang auf Frühstückssuche. Um eine Ecke habe ich 2 tolle Delis entdeckt, und mich sehr glücklich mit einem Spinatbagel, einem Hafermuffin, einem Imunsuperwunder100%saft und einem Milchcafé eingedeckt.Es gab sogar gutes Baguette, das erste, was ich hier gegessen habe. Spontan bin ich dann zum Strand, barfuss durch die sonne zu so einem baywatch häuschen und habe dort gefrühstückt. Allein und friedlich, das hat mich sehr glücklich gemacht. So kleine Sachen, ein Sonnenschein,barfuss sein, Sand, Café und Muffin.LA ist toll.
Danach bin ich irgendwie erstmal rumgetrödelt und hab so zuhause-Sachen erledigt. Es ist echt erschreckend, wie wenig Zeit man für das alles nur noch hat, wenn man arbeitet. Einkaufen, Wäsche waschen, kochen und so, alles furchtbar anstrengend, wenn man um 18.30 endlich zuhause angekommen ist. So gehen dann die freien tage dafür drauf. Um 13h habe ich mich Richtung downtown aufgemacht, weil ich nochmal nach Chinatown wollte, Fotos machen. Am Wilshire war wiederein rieeesen Filmset, die ganze Straße abgesperrt und viele Edeltrailer, bestimmt mit Stars drin. Ich bin schön im Bus vorbeigefahren,allein unter anderen. Je näher man downtown kommt, desto fremder fühlt man sich.




Irgendwo bin ich dann mal ausgestiegen, weil Chinatown doch zu weit war und ich war ein bißchen verloren. Um nicht so aufzufallen habe ich mir gleich einen pumpkin spice latte im pappbecher geholt(SÜß!)und bin schön die 6th street hochgelaufen und hab alle 2 meter Fotos gemacht, weil downtown mich so fasziniert.Aber da wiederhole ich mich ja langsam. Morbide. Glamourös. Hachja...Ein bißchen Angst hatte ich schon, so allein im Hochhausschatten.


In eins habe ich mich einfach mal reingeschlichen, alles Gold und Marmor, Schätze unter verwitterten Fassaden. Keiner hat sich für mich interessiert und so bin ich einfach mal ganz hoch gefahren und aufs Dach geklettert. Es war alles offen, you´re free to kill yourself. Irgendwie war es seltsam da oben, schön, aber der Ausblick war nicht so spektakulär wie erwartet und ganz an den Rand habe ich mich nicht gewagt. Man weiß ja nie für was man hier alles verhaftet werden kann.Downtown muss in den 20ern einfach so unglaublich toll gewesen sein, ich bin noch am broadway lang und die ganzen leerstehenden Kinopaläste sind schon von außen so beeidruckend. Die Schilder und Gemälde blättern, der Stuck ist grau und abgetragen, dreckig, laut und voll, lebendig und trotzdem unwirklich.An Sylvester ist ein Party dort, im alten LA Theatre,schwer golden geschmückt, mit Burlesque, Kunst, mexikanischen Wrestlern, Drum´n´Bass, Videos und allem - ein Traum, koplett meine Welt. Kostet leider 60$ und ist um 3:00 nachts vorbei (!)Im qm fängts erst um 1:00 an, es ist Sylvester...halloooo? und das für 60$. traurig.
Abends war die Goethe Weihnachtsfeier bei unserem netten Chef zuhause. Wir waren so gegen 18h dort und es war einfach schön. Es waren viele spannende Leute da, Doku-Oscar Gewinner Arnold Schwarzmann, Cornelia Funke, Medienmenschen und ich-weiß-nicht-wer, ich war einfach zu erschöpft. Wir haben noch ein bißchen Glühwein gemacht und ausgeschenkt und natürlich "probiert" und Kamal hat die Biertechnik gemanaged.Das Essen war lecker und ich hatte meine erste Weihnachtsstimmung dieses Jahr, Kuchenduft, Glühwein und Lebkuchen. Um ganz ehrlich zu sein sind wir um halb zehn gegangen, wir konnten einfach nicht mehr.Zuviel Empfänge und zuwenig Schlaf in letzter Zeit, aber viel tolle Erlebnisse!
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