Freitag, 13.01. - Kunst, kool Keith und Kleidungsstücke
Nach dem Abend gestern haben wir erstmal ausgeschlafen und uns dann um 13h auf den weg nach Chelsea gemacht, um die in ca. 6 Blocks angesiedelten 90 (!) Gallerien durchzugucken. Fruehstueck war eine Pizza auf dem Weg, New York ist zurecht beruehmt fuer seine Pizza, knusprig, duenn und einfach gut!

Wir sind von der Ubahn aus nach Plan erstmal durch ein Hochhausviertel gelaufen und ich dachte chon, wor sind hier voellig falsch, als auf einmal in alten Insustriebauten eine gallerie nach der anderen auftaucht. Zwischen 26. und 20. strasse sind ca 80% aller Erdgeschosse Gallerien, schick neu renoviert und zwischen Ladedocks tauchen Designerlaeden a la Comme des Garcons und Ballenciaga auf.Spannende Gegend, es fasziniert mich immer wieder, wie die alten Insustrieflaechen auf den heruntergekommenen Grundstuecken fruchtbaren Boden fuer Kultur bieten.
Wir sind einfach nur die Strassen auf und ab, 4Stunden lang und haben uns alles angeguckt, was von aussen Spannend war. Wenn ich zwischen Moma und dieser Ecke waehlen muesste, wuerde ich jedem diesen Besuch empfehlen, viel aktueller und vielseitiger. Zufaelligerweise haben wir auch noch eine Performance mitbekommen ,war sogar nett, obwohl ich Performancekunst sonst so furchtbar fand. Einiges in den Gallerien war schon anstrengend, aber das meiste hat mir echt gefallen und war ziemlich gut, von Joerg Immendorff, zu Basquiat, Warhol und Keith Harring, da wird alles verkauft. Viele deutsche auch dabei, vor allem fotografen. Als es dunkel wurde war auch langsam ein Ende der aufnahmefaehigkeit erreicht und wir sind in den nahen Meat Packing District gelaufen. Wie der name schon sagt ein ehemaliges SChlachthofviertel mit Kopfsteinpflaser, Industrielofts und Designerkram zwischendurch. Frank Gehry verkauft dort Moebel. In NY erscheint mir diese Umnutzung viel heftiger als in LA, alles wird sofort total teuer, nur Designerboutiquen und Edelrestaurants, einen Mittelweg wie in Berlin etc gibt es nicht.Aber faszinierend, diese Kreislaufe der Trendsetter und ihren reichen Nachfolgern...


Da wir gestern für den Partyeintritt eine Kinoticket kaufen mussten sind wir dann noch schnell zum Kino gefahren und gerannt und haben den selbstgemachten Low Budget Film über New Yorker Straight Edge Kids geguckt. War okay und interessant,aber etwas konfus.
Um 21h sind wir nach Hause, haben schnell beim Chinesen was zu essen geholt (Riiiesenportienene für ganz billig) und einen Wein um uns vorm Kool Keith Konzert etwas zu erholen. Um 23h waren wir dann am Times Square und in dem komischen, extasisartigen Club und es war nett, nur die Vorgruppe Slum Village hat etwas genervt. Die konten schon was, aber irgendwie kann ich mittlerweile diese klischeeraptexte einfach nicht mehr hören ohne genervt zu sein, vorallem, wenn man einfach nichts neues zu sagen hat.
"It's our blackness, we don't share it" - Yeah, well Guys, than don't make a living with playig for a 80% white audience... Komisch, hier in NY fuehle ich mich das erste Mal als eine Rasse, darueber habe ich mir vorher nie Gedanken gemacht, aber hier wird man andauernd darauf gestossen, weiss oder schwarz, das spielt hier eine grosse Rolle, wesentlich spuerbarer als in LA, man wird gezwungen sich dessen bewusst zu sein. In LA waren die Leute insgesamt echt wesentlich entspannter, hier liegt oft eine spürbare Angst in der Luft, keine Minute ohne Sirenen und die Leute sehen rauher aus. Wenn man sie erstmal anlächelt oder anspricht tauen sie auf, aberes ist ungewoöhnlich ,dass jemand sich so verhält. Just mind your own business.. Weggucken und weitergehen, sind nicht einmischen. Wir wohnen ja in South Harlem, nicht so ganz ohne, aber ok, und im Liquor Store haben 3 kleine Gs erstmal darueber geredet, wer welche Beweise haben kann und wieviele Kugeln wo geflogen sind. Ok. Reicht mir den Wein durch das Panzerglas (der ganze Laden war eine Glaskammer, mit so Geld-Durchreichdingern zum Drehen wie frueher in der Bank) und ich geh dann mal... Dabei sah der kleine doch so lieb aus mit seinen zwei geflochtenen Zöpfchen...
Kool Keith war super, Legende, gute Beats, ca 20 "Homies" zum representen auf der Buehne, deren Modegeschmack uns erstmal eine Viertelstunde bestens unterhalten hat, Geschmack kann man sich halt nicht kaufen und auch in Luis Vuitton und hoellisch teuren Lederstickjacken kann man echt scheisse aussehen..War lustig, sie beats bestens und echte Party im Raum.Nicht so wie in La, wo alle 5 Meter ein 2 Meter Securitiyman steht. Wir haben ueberlegt, wenn man LA mit dem Nachtleben von New York und der Metro kombinieren könnte waere es die perfekte Stadt...

Zwischendurch haben sie an ausgewählte Frauen Tangas und signierte Poster verteilt und...ich war nicht dabei, zu weiss wahrscheinlich..Dabei habe ich extra meinen Ausschnitt bemueht, nicht mal das funktioniert mehr, ich werde alt.
Da ich also offiziell nicht für wuerdig befunden wurde habe ich Kool Keith einfach das letzte Poster aus der Hand geklaut (Kamal hat mich motiviert) und jetzt besitze ich stolz den haesslichsten roten Tanga der Welt.
Das Konzert ging bis um 03.00 und wir sind locker und gekonnt mit der immernoch vollen Metro Richtung Harlem gefahren und ins Bett gefallen...

Wir sind von der Ubahn aus nach Plan erstmal durch ein Hochhausviertel gelaufen und ich dachte chon, wor sind hier voellig falsch, als auf einmal in alten Insustriebauten eine gallerie nach der anderen auftaucht. Zwischen 26. und 20. strasse sind ca 80% aller Erdgeschosse Gallerien, schick neu renoviert und zwischen Ladedocks tauchen Designerlaeden a la Comme des Garcons und Ballenciaga auf.Spannende Gegend, es fasziniert mich immer wieder, wie die alten Insustrieflaechen auf den heruntergekommenen Grundstuecken fruchtbaren Boden fuer Kultur bieten.
Wir sind einfach nur die Strassen auf und ab, 4Stunden lang und haben uns alles angeguckt, was von aussen Spannend war. Wenn ich zwischen Moma und dieser Ecke waehlen muesste, wuerde ich jedem diesen Besuch empfehlen, viel aktueller und vielseitiger. Zufaelligerweise haben wir auch noch eine Performance mitbekommen ,war sogar nett, obwohl ich Performancekunst sonst so furchtbar fand. Einiges in den Gallerien war schon anstrengend, aber das meiste hat mir echt gefallen und war ziemlich gut, von Joerg Immendorff, zu Basquiat, Warhol und Keith Harring, da wird alles verkauft. Viele deutsche auch dabei, vor allem fotografen. Als es dunkel wurde war auch langsam ein Ende der aufnahmefaehigkeit erreicht und wir sind in den nahen Meat Packing District gelaufen. Wie der name schon sagt ein ehemaliges SChlachthofviertel mit Kopfsteinpflaser, Industrielofts und Designerkram zwischendurch. Frank Gehry verkauft dort Moebel. In NY erscheint mir diese Umnutzung viel heftiger als in LA, alles wird sofort total teuer, nur Designerboutiquen und Edelrestaurants, einen Mittelweg wie in Berlin etc gibt es nicht.Aber faszinierend, diese Kreislaufe der Trendsetter und ihren reichen Nachfolgern...


Da wir gestern für den Partyeintritt eine Kinoticket kaufen mussten sind wir dann noch schnell zum Kino gefahren und gerannt und haben den selbstgemachten Low Budget Film über New Yorker Straight Edge Kids geguckt. War okay und interessant,aber etwas konfus.
Um 21h sind wir nach Hause, haben schnell beim Chinesen was zu essen geholt (Riiiesenportienene für ganz billig) und einen Wein um uns vorm Kool Keith Konzert etwas zu erholen. Um 23h waren wir dann am Times Square und in dem komischen, extasisartigen Club und es war nett, nur die Vorgruppe Slum Village hat etwas genervt. Die konten schon was, aber irgendwie kann ich mittlerweile diese klischeeraptexte einfach nicht mehr hören ohne genervt zu sein, vorallem, wenn man einfach nichts neues zu sagen hat.
"It's our blackness, we don't share it" - Yeah, well Guys, than don't make a living with playig for a 80% white audience... Komisch, hier in NY fuehle ich mich das erste Mal als eine Rasse, darueber habe ich mir vorher nie Gedanken gemacht, aber hier wird man andauernd darauf gestossen, weiss oder schwarz, das spielt hier eine grosse Rolle, wesentlich spuerbarer als in LA, man wird gezwungen sich dessen bewusst zu sein. In LA waren die Leute insgesamt echt wesentlich entspannter, hier liegt oft eine spürbare Angst in der Luft, keine Minute ohne Sirenen und die Leute sehen rauher aus. Wenn man sie erstmal anlächelt oder anspricht tauen sie auf, aberes ist ungewoöhnlich ,dass jemand sich so verhält. Just mind your own business.. Weggucken und weitergehen, sind nicht einmischen. Wir wohnen ja in South Harlem, nicht so ganz ohne, aber ok, und im Liquor Store haben 3 kleine Gs erstmal darueber geredet, wer welche Beweise haben kann und wieviele Kugeln wo geflogen sind. Ok. Reicht mir den Wein durch das Panzerglas (der ganze Laden war eine Glaskammer, mit so Geld-Durchreichdingern zum Drehen wie frueher in der Bank) und ich geh dann mal... Dabei sah der kleine doch so lieb aus mit seinen zwei geflochtenen Zöpfchen...
Kool Keith war super, Legende, gute Beats, ca 20 "Homies" zum representen auf der Buehne, deren Modegeschmack uns erstmal eine Viertelstunde bestens unterhalten hat, Geschmack kann man sich halt nicht kaufen und auch in Luis Vuitton und hoellisch teuren Lederstickjacken kann man echt scheisse aussehen..War lustig, sie beats bestens und echte Party im Raum.Nicht so wie in La, wo alle 5 Meter ein 2 Meter Securitiyman steht. Wir haben ueberlegt, wenn man LA mit dem Nachtleben von New York und der Metro kombinieren könnte waere es die perfekte Stadt...

Zwischendurch haben sie an ausgewählte Frauen Tangas und signierte Poster verteilt und...ich war nicht dabei, zu weiss wahrscheinlich..Dabei habe ich extra meinen Ausschnitt bemueht, nicht mal das funktioniert mehr, ich werde alt.
Da ich also offiziell nicht für wuerdig befunden wurde habe ich Kool Keith einfach das letzte Poster aus der Hand geklaut (Kamal hat mich motiviert) und jetzt besitze ich stolz den haesslichsten roten Tanga der Welt.
Das Konzert ging bis um 03.00 und wir sind locker und gekonnt mit der immernoch vollen Metro Richtung Harlem gefahren und ins Bett gefallen...
0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
<< Home