l.a. für alle!

17 Januar 2006

Sonntag, 15.01. - Abschied im Eissturm













Ja, der letzte Tag.. Gestern war nichts mehr mit groß Abschiedfeiern, wir waren viel zu fertig von allem und haben die Koffer gepackt und Matrix geguckt. Als wir heute morgen das Haus verlassen wollten sind wir vom eisigen Wind fast weggeweht worden, furchtbar! Wir wollten zum Guggenheim museum und zum Centralpark und haben uns einige Blocks vorgekämpft um dann 1 Minute zu gucken und schnell wieder zurück in den Subway zu fliehen. Sobald man aus dem Häuserschatten hervorkam hat der Wind so ins Gesicht geschnitten, dass wir nur noch fluchen und rennen konnten. Ja, ein Vorgeschmack auf Deutschland...

Mit letzter Motivation sind wir noch in SoHo
rumgelaufen und wollten in den Vice Shop, aber der war leider unter der gegebenen Adresse nicht zu finden. Also noch versucht den Patricia Field Laden zu finden, nach langem Suchen hat das geklappt, aber er war eine ziemliche Enttäuschung. Alles ziemlich hässlich und billig, es war eigentlich nichts Spektakuläres dabei.













Um 13h haben wir uns mit Caro aus München am Washington Sqaure getroffen, ich habe sie beim Travelworks Treffen kennengelernt und wir haben einen netten Nachmittag zusammen verbracht. Wir sind durch das Greenwich Village geschlendert, haben unser USA Erfahrungen ausgetauscht und in einem schönen Cafe (Café Rafaella) mit vielen alten Sofas gegessen und heißen Appple Cider getrunken. Draussen war es echt nicht auszuhalten, obwohl die Sonne rauskam, aber das ist wohl der normale New Yorker Winter, wir hatten in den ersten Tagen einfach Glück.

Um 16h kam dann unser Shuttle zum Flughafen, wir waren gerade pünktlich wieder in Harlem und hat uns und unsere gefühlte Tonne Gepäck zum Flughafen gebracht. Um 20:20h hat unser grosses Amerikaabenteuer ein Ende gehabt und ich war echt traurig den ganzen Flug und habe blöd rumgeheult. Angst vor dem Absturz in die Normalität. Ich habe hier zwar Freunde, Familie und gesundes Essen vermisst, aber eigentlich wäre ich gerne noch sehr viel länger dort geblieben.

Jetzt bin ich einen Tag hier und fühle mich seltsam, alles ist grau und klein, der Jetlag macht mich müde und verwirrt und ich will irgendwie garnichts. Ich fremdel noch ein wenig mit dem kühlen Deutschland, der wintertoten Landschaft, den schroffen Hessen und vergleichsweisen Leere überall. Ich bin noch total im Aktivmodus, kann nicht stillsitzen und will Sachen machen, aber ausser blöder Post aus drei Monaten (GEZ...) erledigen gibts nichts. Ausserdem habe ich nur 2 "warme" Pullis hier, da geht nicht soviel mit rausgehen. Und ich esse dauernd Lebkuchen. Mist. Alles blöd. Ich werde bald euch meine lieben Freunde anrufen und euch ein wenig sentimental auf die Nerven gehen müssen. Bis ich auch geistig wieder hier angekommen bin. Mir fehlt ein neues Freuprojekt, Aufstehmotivation! Hnnng.