l.a. für alle!

17 Januar 2006

Sonntag, 15.01. - Abschied im Eissturm













Ja, der letzte Tag.. Gestern war nichts mehr mit groß Abschiedfeiern, wir waren viel zu fertig von allem und haben die Koffer gepackt und Matrix geguckt. Als wir heute morgen das Haus verlassen wollten sind wir vom eisigen Wind fast weggeweht worden, furchtbar! Wir wollten zum Guggenheim museum und zum Centralpark und haben uns einige Blocks vorgekämpft um dann 1 Minute zu gucken und schnell wieder zurück in den Subway zu fliehen. Sobald man aus dem Häuserschatten hervorkam hat der Wind so ins Gesicht geschnitten, dass wir nur noch fluchen und rennen konnten. Ja, ein Vorgeschmack auf Deutschland...

Mit letzter Motivation sind wir noch in SoHo
rumgelaufen und wollten in den Vice Shop, aber der war leider unter der gegebenen Adresse nicht zu finden. Also noch versucht den Patricia Field Laden zu finden, nach langem Suchen hat das geklappt, aber er war eine ziemliche Enttäuschung. Alles ziemlich hässlich und billig, es war eigentlich nichts Spektakuläres dabei.













Um 13h haben wir uns mit Caro aus München am Washington Sqaure getroffen, ich habe sie beim Travelworks Treffen kennengelernt und wir haben einen netten Nachmittag zusammen verbracht. Wir sind durch das Greenwich Village geschlendert, haben unser USA Erfahrungen ausgetauscht und in einem schönen Cafe (Café Rafaella) mit vielen alten Sofas gegessen und heißen Appple Cider getrunken. Draussen war es echt nicht auszuhalten, obwohl die Sonne rauskam, aber das ist wohl der normale New Yorker Winter, wir hatten in den ersten Tagen einfach Glück.

Um 16h kam dann unser Shuttle zum Flughafen, wir waren gerade pünktlich wieder in Harlem und hat uns und unsere gefühlte Tonne Gepäck zum Flughafen gebracht. Um 20:20h hat unser grosses Amerikaabenteuer ein Ende gehabt und ich war echt traurig den ganzen Flug und habe blöd rumgeheult. Angst vor dem Absturz in die Normalität. Ich habe hier zwar Freunde, Familie und gesundes Essen vermisst, aber eigentlich wäre ich gerne noch sehr viel länger dort geblieben.

Jetzt bin ich einen Tag hier und fühle mich seltsam, alles ist grau und klein, der Jetlag macht mich müde und verwirrt und ich will irgendwie garnichts. Ich fremdel noch ein wenig mit dem kühlen Deutschland, der wintertoten Landschaft, den schroffen Hessen und vergleichsweisen Leere überall. Ich bin noch total im Aktivmodus, kann nicht stillsitzen und will Sachen machen, aber ausser blöder Post aus drei Monaten (GEZ...) erledigen gibts nichts. Ausserdem habe ich nur 2 "warme" Pullis hier, da geht nicht soviel mit rausgehen. Und ich esse dauernd Lebkuchen. Mist. Alles blöd. Ich werde bald euch meine lieben Freunde anrufen und euch ein wenig sentimental auf die Nerven gehen müssen. Bis ich auch geistig wieder hier angekommen bin. Mir fehlt ein neues Freuprojekt, Aufstehmotivation! Hnnng.

14 Januar 2006

Samstag, 14.01. - die letzte nacht...

Ja, es ist vorbei. Unglaublich ,wie schnell es ging, aber morgen fliegen wir nach hause, zurueck.

Heute waren wir nochmal in Brookly, in stroemendem Regen sind wir die schoene 7th avenue langgelaufen, und haben um 16h zu unserem 2-Jahres-4-Monatsjubilaum Steak mit Spiegeleiern und bratkartoffeln gefruehstueckt. Das war irgendwie noetig nach gestern abend und dem Sch..wetter. Schade, dass mit Brooklyn, wir sind noch eine Stunde rumgelaufen und dann um 17h doch nach hause gafahren, weil wir von den letzten Tagen auc hecht fertig sind, viel Programm die ganze Zeit. So haben wir unseren letzten Abend dann doch mit Chinaessen und Fernsehen im Bett verbracht, so sind wir dann morgen fit um noch einiges zu sehen uns vorallem unsere Koffermassen zum Flughafen zu bringen. Hier schneits jetzt auch, schlimmer kann das Wetter in deutschland auch nicht sein.














Ich hoffe, ihr habt Spass gehabt beim Lesen, die Reise ist vorbei und es geht vollgepackt mit Eindruecken nach Hause. Ich freue mich darauf euch wiederzusehen!

Freitag, 13.01. - Kunst, kool Keith und Kleidungsstücke

Nach dem Abend gestern haben wir erstmal ausgeschlafen und uns dann um 13h auf den weg nach Chelsea gemacht, um die in ca. 6 Blocks angesiedelten 90 (!) Gallerien durchzugucken. Fruehstueck war eine Pizza auf dem Weg, New York ist zurecht beruehmt fuer seine Pizza, knusprig, duenn und einfach gut!














Wir sind von der Ubahn aus nach Plan erstmal durch ein Hochhausviertel gelaufen und ich dachte chon, wor sind hier voellig falsch, als auf einmal in alten Insustriebauten eine gallerie nach der anderen auftaucht. Zwischen 26. und 20. strasse sind ca 80% aller Erdgeschosse Gallerien, schick neu renoviert und zwischen Ladedocks tauchen Designerlaeden a la Comme des Garcons und Ballenciaga auf.Spannende Gegend, es fasziniert mich immer wieder, wie die alten Insustrieflaechen auf den heruntergekommenen Grundstuecken fruchtbaren Boden fuer Kultur bieten.


Wir sind einfach nur die Strassen auf und ab, 4Stunden lang und haben uns alles angeguckt, was von aussen Spannend war. Wenn ich zwischen Moma und dieser Ecke waehlen muesste, wuerde ich jedem diesen Besuch empfehlen, viel aktueller und vielseitiger. Zufaelligerweise haben wir auch noch eine Performance mitbekommen ,war sogar nett, obwohl ich Performancekunst sonst so furchtbar fand. Einiges in den Gallerien war schon anstrengend, aber das meiste hat mir echt gefallen und war ziemlich gut, von Joerg Immendorff, zu Basquiat, Warhol und Keith Harring, da wird alles verkauft. Viele deutsche auch dabei, vor allem fotografen. Als es dunkel wurde war auch langsam ein Ende der aufnahmefaehigkeit erreicht und wir sind in den nahen Meat Packing District gelaufen. Wie der name schon sagt ein ehemaliges SChlachthofviertel mit Kopfsteinpflaser, Industrielofts und Designerkram zwischendurch. Frank Gehry verkauft dort Moebel. In NY erscheint mir diese Umnutzung viel heftiger als in LA, alles wird sofort total teuer, nur Designerboutiquen und Edelrestaurants, einen Mittelweg wie in Berlin etc gibt es nicht.Aber faszinierend, diese Kreislaufe der Trendsetter und ihren reichen Nachfolgern...















Da wir gestern für den Partyeintritt eine Kinoticket kaufen mussten sind wir dann noch schnell zum Kino gefahren und gerannt und haben den selbstgemachten Low Budget Film über New Yorker Straight Edge Kids geguckt
. War okay und interessant,aber etwas konfus.

Um 21h sind wir nach Hause, haben schnell beim Chinesen was zu essen geholt (Riiiesenportienene für ganz billig) und einen Wein um uns vorm Kool Keith Konzert etwas zu erholen. Um 23h waren wir dann am Times Square und in dem komischen, extasisartigen Club und es war nett, nur die Vorgruppe Slum Village hat etwas genervt. Die konten schon was, aber irgendwie kann ich mittlerweile diese klischeeraptexte einfach nicht mehr hören ohne genervt zu sein, vorallem, wenn man einfach nichts neues zu sagen hat.
"It's our blackness, we don't share it" - Yeah, well Guys, than don't make a living with playig for a 80% white audience... Komisch, hier in NY fuehle ich mich das erste Mal als eine Rasse, darueber habe ich mir vorher nie Gedanken gemacht, aber hier wird man andauernd darauf gestossen, weiss oder schwarz, das spielt hier eine grosse Rolle, wesentlich spuerbarer als in LA, man wird gezwungen sich dessen bewusst zu sein. In LA waren die Leute insgesamt echt wesentlich entspannter, hier liegt oft eine spürbare Angst in der Luft, keine Minute ohne Sirenen und die Leute sehen rauher aus. Wenn man sie erstmal anlächelt oder anspricht tauen sie auf, aberes ist ungewoöhnlich ,dass jemand sich so verhält. Just mind your own business.. Weggucken und weitergehen, sind nicht einmischen. Wir wohnen ja in South Harlem, nicht so ganz ohne, aber ok, und im Liquor Store haben 3 kleine Gs erstmal darueber geredet, wer welche Beweise haben kann und wieviele Kugeln wo geflogen sind. Ok. Reicht mir den Wein durch das Panzerglas (der ganze Laden war eine Glaskammer, mit so Geld-Durchreichdingern zum Drehen wie frueher in der Bank) und ich geh dann mal... Dabei sah der kleine doch so lieb aus mit seinen zwei geflochtenen Zöpfchen...


Kool Keith war super, Legende, gute Beats, ca 20 "Homies" zum representen auf der Buehne, deren Modegeschmack uns erstmal eine Viertelstunde bestens unterhalten hat, Geschmack kann man sich halt nicht kaufen und auch in Luis Vuitton und hoellisch teuren Lederstickjacken kann man echt scheisse aussehen..War lustig, sie beats bestens und echte Party im Raum.Nicht so wie in La, wo alle 5 Meter ein 2 Meter Securitiyman steht. Wir haben ueberlegt, wenn man LA mit dem Nachtleben von New York und der Metro kombinieren könnte waere es die perfekte Stadt...











Zwischendurch haben sie an ausgewählte Frauen Tangas und signierte Poster verteilt und...ich war nicht dabei, zu weiss wahrscheinlich..Dabei habe ich extra meinen Ausschnitt bemueht, nicht mal das funktioniert mehr, ich werde alt.
Da ich also offiziell nicht für wuerdig befunden wurde habe ich Kool Keith einfach das letzte Poster aus der Hand geklaut (Kamal hat mich motiviert) und jetzt besitze ich stolz den haesslichsten roten Tanga der Welt.

Das Konzert ging bis um 03.00 und wir sind locker und gekonnt mit der immernoch vollen Metro Richtung Harlem gefahren und ins Bett gefallen...

12 Januar 2006

donnerstag, 12.1. - alec empire state building...

























Heute war es zum Glueck wieder etwas klarer und wir haben die Chance genutzt und sind auf die 5th Avenue zum Empire State Building gefahren. Fifth Avenue war eine edle Shoppingmeile, designer, Trumptower, Rockefeller Center etc. Der Ausblick war teuer, aber spektakulaer, von oben erscheint die Stadt sehr logisch und die Hochhauser sind beeindruckend. Von da aus sind wir noch in einene beruehmten Spielkzeugladen indem Verkaufer mit Minimotorraedern rumfahren und auf riesenklavierne huepfen und sind dann an die Lower East Side, das Viertel erkunden.Doer war alles niedriger, alte Reihenhauser und alles sehr berlinartig und nett.Wir sind in einen ueberfuellten Spielzeugladen namens Tokyio toys und sind ansonsten mit Pizza in der Hand gluecklich rumgebummelt, haben Cafe getrunken und Geschaefte angeschaut.














In einem habe ich dann einen Flyer fuer eine Filmpremieren Party gefunden, wo heute abend Alec Empire auftritt, im CBGB's. Muede aber mutig haben wir uns dann entschlossen nochmal kurz nach Hause zu fahren und dann dort hinzugehen. Um21h waren wir am Club, ein echter dreckiger, endlich, und sind erstmal in Alec Empire reingerannt. Kamal hat sich sehr gut mit ihm verstanden, sehr nett und zugaenglich und ich war ganz erstaunt, weil er so gesund ausah.Ein netter unaufaelliger Studentenmensch, wo ich Drogenwrack erwartet habe, lustig. Die Musik war hart, sehr hart, aber gut und wir haben getanzt und uns lange mit Leuten ueber die Unterschiede zwischen Ost- und Westkueste unterhalten. Um 2 oder so wars zu ende und wir sind erfuellt nach hause. Endlich wieder echte
Nachtkultur...

Mittwoch, 11.01. - MoMa und Poeten














Wir sind aufgewacht und es war Grau.. Um dem Regen auszuweichen haben wir uns mittags auf zum MoMa gemacht, hier wird endlich mal echte Kultur konsumiert! Raus aus dem subway stehen schon ueberall kleine silbern Waegen, mit Gebaeck und Cafe, Bagel und Kaffe fuer 1$ war unser Freuhstucek. Diese Staende sind super, frisch und billig. Schon der Weg zum Museum war toll, es ist gut eine Stadt zu Fuss erkunden zu koennen, die strassen sind logisch und in Manhattan ist alles nah beeinander. Alles is New York, wie man sich new York vorstellt, Businessmenschen, gelbe taximassen und graue Hochhaueser. Wir haben sChritt gehalten, zwischendurch viel fotografiert und waren dann 3h im Moma, was auch sehr interessant war. Ich habe es mir fast noch aktueller vorgestellt, vielleicht mehr Videokunst und weniger Malerei, aber es war die Zeit wert.













Um 17h sind wir raus und einfach mal rumgelaufen und haben zufaellig den Times Square entdeckt, Lichtwueste, voll und hektisch, ein einziges gigantisches blinkendes Werbemeer. Von dort aus sind wir hungrig den broadway entlang und haben uns dann in ein kleines Cafe gesetzt, wo ich uebermutig Pasta mit Muscheln berstellst habe. Kamals Nudeln mit Sosse als Vodka waren super, aber ich hatte dann doch irgendwie eine Abneigung gegen Fisch, dumm. Satt war ich trotzdem, allein vom Salat und GarlicBread und so sind wir direkt weiterins New Yorikan Poets Cafe an der Lower East Side, die Poetry Slama Legende.

Die Gegend war nett, Berlinartig und das Cafe suess und gemutlich. Um 21h hats angefangen, ca 14 eute und alle unglaublich gut. Das war dann doch ein anderews Level als in Deutschland, ernsthafter, ausdrucksstaerker und sehr viel kritischer. Das Zuhoeren allein hat schon gluecklich gemacht, wenn Menschen geistig solche Werke schaffen ist das sehr inspirierend, und es war interessant zu sehen ,dass hier soviele Frauen aktiv waren und wie geschlechtsspezifisch die Themenwahl war.














Frauen sprechen ueber ihren Beziehungskosmos, Maenner kaempfen gleich gegen die ganze Welt, das sagt so einiges... Und die Amerikaner koennen einfach besser auftreten, ist so, kann man noch einiges lernen. In der 2 Runde waren nochmal die 5 Besten und man hat garnicht gemerkt, wie schnell die Zeit vergangen ist. Um 00.30 sind wir dann durch den Regen nach hause, gleucklich von dem positiven geistigen Input...

10 Januar 2006

Montag, 09.01. - NEW YORK, NEW YORK











Es ist unglaublich, aber wir haben unsere 130 Kilo (!) Gepaeck ohne Strafzahlung von LA nach NY geschafft, es war astrengend, hat aber alles gut geklappt. Das geliehene Auto haben wir abgegeben, den Flug locker ueberstanden (dann sind es naechsten Montag nur noch 9h nach hause) dank Film- und Spielprogramm und irgendwie die Koffer durch den Subway nach Spanish Harlem geschleppt, East 112th Street in Manhattan. Das Hostel ist ok und sehr billig und hier alles ganz ganz anders als im laessigen LA.














In der U-bahn vom JFK Airport war erstmal ein besoffener puertorikanischer Kuweit Veteran, der alle beschimpft hat und so dicht war, dass ich erst echt Angst hatte. Stress! Dann wars aber total spannend weil er unter Verwendung aller spanischer und englischer Flueche, die ihm zur Verfuegung standen seine geschichte erzaehlt hat, seine Kriegstraumen, die Menschen, die er getoetet hat, sein Leben jetzt. Es war krass das zu hoeren, Amerika ist ein Land imKrieg und das merkt man dann an diesen Menschen ,die so zurueck und allein gelassen weren. Verbittert.

Ja, new York ist kalt, grau, schnell und die Leute wesentlich rauher als in LA. Es ist urbaner, eine echte dreckige faszinierende Grossstadt. Als wir an unserem Ausstieg angekommen waren war es echt rough, viele Leute auf der Strasse, viel Muell, Ratten und vergitterte Flaechen und Laeden mit Plexiglaskabine gegen Ueberfaelle. In LA waere schon alles leer gewesen und die Leute strahlen laessig gebraunt in ihren gestaehlten Koerpern und dicken Autos. Obwohl in NY bisjetzt viel aermer aussieht gibt es hier im Vergleich zu LA kaum Obdachlose auf den Strassen oder Verrueckte, die mit sich selbst sprechen oder imaginaere Feinde schlagen und anschreien.












Am naechsten morgen sind wir ganz freuh losgestruermt in Richtung Financial District an der Spitze Manhattans und sind dort zur Brooklyn Bridge gelaufen um erste erstaunte Blicke auf die Skyline zu werfen. Es war beeindruckend, alles grau, aber elegant, sonnig, ueberall Wasser und Hochhauser, eine voellig andere Welt!

















Wir sind dann gemuetlich rumgelaufen, haben einen Doughnut und Kaffee geholt und sind dann mit der Faehre zur freiheitsstatue und ellis Island. Das war Touri aber musste sein und hat sich gelohnt, und vorallem super Fotos gebracht. Danach gings zu Fuss (hier kann man LAUFEN!) zum Ground Zero, dann weiter nach Chinatown und LKittle Italy und Soho. Es ist so krass, wie nah hier alles ist und dass man wieder laufen kann und nicht Auto faehrt. Das ganze Leben findet wieder auf der Strasse stadt und ist viel europaeischer. In diesen e?cken hat New York schon sehr an Berlin erinnert, nur in hoeher. Chinatown war super, bunt, chaotusch mit Hummern auf den strassen und super Essen. Wir haben suesse Broetchen mit roasted pork Fuellung gekauft, fuer ganze 60 cent. New York ist garnicht so teuer, zum Glueck. Little Italy war sehr huebsch, aber das Essen tuer und es auch nur 5 Strassen gross und dann waren wir schon in NoLiTa (North of little Italy) und Soho. Soho wird massentauglicher, Boutiquen und am Broadway sogar grosse Ketten und teures Modezeug. Prenzlauer Berg in hoeher und dreckiger, aber gehoert dazu!













Ziemlich durchgefroren sind wir gegen abend ins Hotel und haben uns eine grosse Pizza geholt. War lecker aber gott, ich freue mich wieder so auf echtes, frisches knuspriges leichtes Essen! Vitamine!


Hier werden wir jede Sekunde nutzen, morgen erst zum Empire State Building und dann wird furchtlos weiter zu Fuss erkundet bis wir zu euch zurueck kommen!Noch 5 Tage...

Samstag, 07.01. - Vergangene und aktuelle Kuenste

So, unser vorletzter und wunderschoener LA-Tag... Das Wetter war sommerlich heiss, alles zu warm und nach einigen Erledigungs- und Organisationsanrufen morgens sind wir frueh nach Downtown, zu einer Fuehrung durch all die versteckten versunkenen Palaeste ehemaliger Dekadenz am Broadway. Knapp haben wir es noch geschafft und es hat sich so gelohnt! Ich haette nicht gedacht, dass mich eine Tourifuehrung jemals so gluecklich machen kann... Ich fasse mich jetzt kurz, weil die Zeit knapp ist, aber wir sind fast 3h am broadway langelaufen und haben hinter den mexikanischen Elektrolaeden und abgeblaetterten Fassaden die Schaetze der alten Tage entdeckt. Es gab in Downtown sogar mal eine Strassenbahn (unglaublich in der autostadt LA) und wo jetzt Plastikramsch verkauft wird war frueher in den 20ern eine erste elegante Shoppingmall mit Glassarkaden. Wunderschoen!

Viele der alten Theater sind wohl verschwunden, eine ganze Reihe Burlesque und Vaudeville Spielhauesern sind Parkplaetzen an der Mainstreet gewichen, aber ein paar Juwelen schimmern noch unter einer alten Staubschicht und warten darauf wuedererweckt zu werden. 3 waren immernoch sehr prunkvoll, unglaublich die Athmosphaere dadrin.. im Orpheum wurde uns auch noch die alte Orgel voirgefuehrt und ich habe mich richtig zurueckversetzt gefuehlt, Augen zu und die ehemalige dekandente Gesellschaft dadurchrauschen sehen in Corsagen und seidenkleidern. Ein Theater war jetzt eine Kirche, kann ma ja ganz praktisch umfunktionieren, Sitze und Buehne sind da, einfach ein Neonkreuz rein und fertig. Die absurdesten Erlebnisse waren 2 Theater, die jetzt ein trauriges Dasein als Lagerhallen fristen, man geht durch mex. Elektroniklaeden durch und steht auf einmal inmitten von Pappkartons und Computerteilen. Sobald man licht hat sieht man die Waende schimmern, die alten Samtvorhaenge im Staub und die Exit-Signs und seidenen Wandbilder.Ich habe meine welt gefunden und war sinnlich total berauscht nach den 2 Stunden.

Aber es gibt Hoffnung fuer die vergessenen Schoenheiten, Downtown erlebt einen Aufshwung, die Theater werden als Filmlocations etc genutxt (in dem einen hat Michael Jackson seinen letzten geburtstag gefeiert) oder als Nachtclubs umgewandelt. Meib nTRaumjob, Theater kaufen, wieder alt herrichten und theater?Burlesque?Clubparties veranstalten in LA...Traum...

Danach wAren wir im Downtown Central Market, Hallen voller frischer Sachen und exotischem Essen und spannenden Menschen. Ich habe mex. gegesen und Kamal mongolisch, war beides sehr lecker und die Athmosphaere im Markttreiben unbezahlbar.

Von da aus sind wir zum Moca, endlich ein bisschen offizielle Kultur und haben uns dort die Daueraustellung und danach die Extacy - Art in altered states of mind *(oder so) in Little Tokio angeschaut. Ersteres war okay (moderne Kunst, teilweise genial, teilweise komplett sinnfrei)und die Extacy Ausstellung war eine der Besten in der ich in letzter Zeit war. Spannend!

Abends war dann nix mehr mit weggehen, wir haben uns nochmal erhohlt und verzweifelt ueberlegt, wie wir bloss alles packen sollen..

06 Januar 2006

Dienstag, 03.01. - Do, 05.01 - No Pain no Gain...













Haha, unglaublich, ich habe mich den Geistern meiner erfolglosen vergangenheit gestellt und Snowboardfahren gelernt! Wenigstens ein bißchen...Rekord war die Piste runter m
it nur 2x hinfallen und ein würdevoller Liftausstieg.

Montag abend war ich noch allein in
Hollywood und mir "Bella Berettas Night of Burlesque" anschauen, war seh nett und ich habe eine deutsche Akteurin der Erwachsenen Filmindstrie kennengelernt, um das mal so zu sagen. Ironie des Schicksaals, spontan wusste ich nicht, ob ich auf sie einschlagen oder mit ihr Kaffe trinken gehen soll, aber sie war dann doch sehr nett und harmlos. Und aus Weimar...Vor einem Jahr habe ich mal einen Spiegelartikel über einen Aidsskandal in LAs Lieblingsindustrie und eine Deutsche, die gerade dort arbeitet gelesen und das war natürlich sie, klein ist die Welt. 1 Jahr war sie mit dem boss von Paramount verlobt, lebit illegal hier und will nicht wieder zurück, weil sie in Deutshcland niemand mehr hat und ihre Familie sehr unter ihrem Job gelitten hat und "No, jetze mach ich halt wieder Pörnö...". Ja. das sind LA Erlebnisse. Aber die waren nett (sie und ihre Freund und ihre freundin - schöne neue Beziehungswelt) und die Tänzerinne schick und süß.










Dienstags gings dann los in Richtung Berge, eine völlig andere Welt, Tannen, kleine Hütten, Schneeketten und Polizisten, die aussahen wie in fargo. Unsere hütte war total süß, nett dekoriert und mit Kamin. Um 12h waren wir dann auf der Pis
te und ich wollte erstmal allein üben, um wenigstens nur mich selbst zu nerven. Nach ein paarmal den berg hochlaufen und runterfallen habe ich geheult vor Wut und Ershöpfunge aber dann ging es aufwärts und ic hbin mit Kamal in den List und den berg runter und habe sogar die Drehung in die andere Richtung geschaft. Stolz!











Abends waren wir noch im Emergency Room, weil Kamal gesprungen ist
und auf den Rücken gefallen ist, aber war alles okay, nur Prellungen. Zuhause haben wir dann unsere geschundenen Körper versucht schmerzfrei auf dem Sofa zu positionieren und haben gegessen und uns erholt. Mittwoch waren wir auf dem anderen berg,aber nach einer Abfahrt hatte ic hda keine Lust mehr, weil das eine art freestyle Park mit Rampen etc und lauter Supersnowboardern war und bin allein rüber weiter auf der vertrauten piste üben, was auc hecht was gebracht hat...die Stürze wurden weniger und ich ein wenig sicherer und schneller.Abends haben wir bei kaminfeuer Suppe gegessen und die ganze Zeit den Comedy Kanal geguckt, war sehr unterhaltsam.

Donnerstag haben wir erst erfolglos Kamals Handy gesucht und sind dann etwas frustriert um 11h endlich auf die Piste und zusammen gefahren, was sehr schön war, langsam klappts doch.









Die Rückkehr nach Venice war seltsam, 2 Stunden vorher noch im Schnee und hier ist es jetzt total heiss, Sommerurlaub im Januar!

Heute bin ich ein letztes Mal im Goethe, mich verabschieden, traurig traurig...aber Montag gehts nach new York und ich bin sehr gespannt, was dort auf uns wartet!



02 Januar 2006

31.12.05 - Party like it's Doomsday...

Wow, Sylvester...

























Ich hoffe, ihr seid alle gut rübergerutscht, mir fehlen noch ein wen
ig die Worte um unsere rauschende feier im LA Theatre zu erklären... Millionene Fotos haben wir gemacht, waren vom gold-roten-Marmor-Samt Untergangsglamour des Theaters völlig geblendet, das schönste Gebäude, in dem ich je war! Ebenso durch die Menschen, Schmetterlinge, Punks, Fantasiegestalten, Geschlechtsgrenzen verschwimmen völlig, alles in Unterwäsche im 30er Stil, eine selten sinnliche Feier.Wir kamen um 21h nach kurzer Irrfahrt mitten am downtown Broadway an und standen erstmal 20min im Eingangsfoyer und haben wie blöd Fotos gemacht, weil das Theater so unglaublich schön war.

























D
ie ganze Feier war als wäre eine untergegangene Zauberwelt für diese Nacht wieder lebendig geworden, tausende friedlich feiernde Menschen, Marchingbands auf Stelzen, 5 verschiedene Sääle auf drei Stockwerken, ein Schminkzimmer vor den Marmordamentoiletten mit wandhohen Spiegeln und Seidenstühlen, Austellungen mit Gemälden und Fotos und irgendwelchen Installationen...ein Fest für alle Sinne.

Im riesigen Theatersaal mit roten Samtsitzen waren Trapeztänzer, die Marchingband, Burlesquetänzerinnnen an Seilen als Puppen geführt, Fantasiewelten mit tanzenden Elfen (alles i
n Unterwäsche und Strapsen natürlich..., 20 Style) und es war einfach sehr sehr schön so eine friedliche Vielfalt an spannenden Menschen zu erleben. Um 12h war nicht soviel los, alles tanzt und umarmte sich im Saal und Luftballons kamen runter, aber ohne Feuerwerk kam es mir gar nicht so sylvestermäßig vor.Trotzdem schön!


























Um
3:00h haben wir noch ein paar "Wesen" kennengelernt, bei einigen sehr unklar ob Mann oder Frau, hetero oder gay, aber ist ja auch egal um die Uhrzeit, und wollten mit denen mit einem Shuttlebus noch auf einen andere Party fahren, aber das hätte für uns aufällig Unkostümierte nochmal 30$ Eintritt gekostet und wir waren schon ziemlich fertig. Also sind wir zum Bus, haben dort zwischen den Hochhäusern aneinandergeschmiegt auf der Bürgersteigkante gewartet, eine Ratte huscht vorbei und um uns tanzen die Fantasiegestalten die dreckig grauen Downtownstrassen entlang...

Mein bestes Sylvester bisher!












Sonntag schlafen schlafen schlafen, den flauen Magen beruhigen und Filme gucken..das wars. Heute waren wir bei margit und haben die Snowboardsachen geholt, morgen gehts für 3 tage ab in die berge, vielleicht schaffe ich es ja dieses Mal endlich Snowboardfahren zu lernen ohne am ganzen Körper blau zu sein...Bis zur Nächsten Woche also, dann sind es nur noch 3 Tage LA...TRAURIG!