l.a. für alle!

15 Dezember 2006

Samstag, 09.12.2006 - L.A. die Vierte...




Finally
und sehr viel schneller als wir es jemals erwartet hätten bin ich jetzt auch wieder in Los Angeles, mittlerweile schon zum 4. Mal. Die letzten 10 Tage in Lüneburg waren extrem anstrengend, 2 Referate und 2 Hausarbeiten haben mich Tag und Nacht beschäftig. Ich war entweder mit meinem Rechner, dem Tablett im Capitol oder einem Weinglas verwachsen, irgendwie habe ich es doch noch geschafft neben Arbeiten und Schreiben die ein oder andere nette Abendveranstaltung zu besuchen (-> Tanztee). Aber erstaunlich, wie lang so ein Tag doch ist, wenn man ihn vernünftig nutzt...

Pünktlich als die letzten Koffer geschlossen wurden habe ich angefangen zu nießen und zu frieren und mir auf
dem Weg nach Hause erstmal eine schöne Abschiedserkältung geholt. Der Flug war trotzdem ganz ok, ich saß in einer interessanten 1. Reihe voller Auswanderer. Ein Deutscher, der aber in den Staaten lebt, neben mir ein Deutschrusse, der für 7 Jahre zum Studieren und Heiraten seiner Freundin rüber fliegt, daneben Armywife No. 1, weiß mit Cornrows, Silbercreolen und einer süßen aber ununterbrochen schreienden Tochter, sie wandert entgültig aus und daneben ein 2. Armypärchen mit nicht weniger lauter Tochter. Aus dieser Konstellation haben sich einige nette Gespräche ergeben und so ging die erste Hälfte des Fluges ziemlich schnell vorbei. In Philadelphia durfte ich dann live mitbekommen, was pasiert, wenn an den Papieren irgendetwas nicht stimmt. Der auswandernde Student hatte beim Einreisecheck einen roten Umschlag bekommen (kein gutes Zeichen) und musste sich in einem extra Büro melden, wo er verhört wurde wie ein Schwerverbrecher. Er ist 7 Tage zu früh eingereist, weil er es nicht wusste, dass man nur 10 Tage vor Visumsbeginn einreisen darf, und musste sich 20 min rechtfertigen und beweisen, dass er hier studiert. Stress! Den 2. Teil ab Philadelphia habe ich luxuriös verschlafen (ich hatte im Flieger eine ganze Reihe für mich)und bin dann um 21.30 Ortszeit und ca. 7.30 deutscher Zeit ziemlich erschöpft in LA von Kamal abgeholt worden.

Erstaunlicherweise hat es geschüttet aber es war so schön wieder da zu sein! Eigentlich eher ein nach Hause kommen, alles wirkt vertraut und ich kam mir vor, als wäre ich überhaupt nicht um die halbe Welt geflogen, sondern nur mal eben Kamal in einer anderen Heimatstadt besuchen.Die Stadt funkelt immer noch genauso,die Highways sind voll und der Himmel aubergine-orange... In der Villa Aurora angekommen haben wir nur noch kurz was gegessen und dann gings gleich ab ins Bett, in Marta Feuchtwangers schuhkartongroßem Ankleidezimmer.