Freitag, 25.11. - Christmasgifts und Farmer´s Market




Holiday Shopping! Noch ganz übersatt von gestern haben wir uns um 10:00 ins Auto gezwungen um ganz viele sagenumwobene Thanksgiving-Special-Sales abzugreifen, Weihnachten naht...Irgendwie wars aber garnicht so spektakulär. Wir sind erst nach Santa Monica, meine seid 2 Wochen gierig umrundeten wunderbaren rotbraunen Lederstiefel waren natürlich weder runtergesetzt noch überhaupt vorhanden, also sind wir wieder in den Urban Outfitter, unser 2. zuhause. Es ist einfach so schön da, diese Actionfiguren, Street Art Bücher, Sinnlosmixtur lässt einem das Geld förmlich aus der Tasche fliegen.
Danach sind wir weiter auf den Hollywood Boulevard,um ein paar schöne Mitbringsel zu besorgen. Er ist auch sehr weihnachtlich geschmückt, aber Tannen? Ha, nein, wir sind in Hollywood, es sind glitzernde Filmrollen! Dort war gleich wieder irgendwas los, eine Auto-Männer-Raserfilm Premiere mit aufgemotzen Wagen, tanzenden Opas, ganz schlimmen Energydrinks und einer Verlosung. Da haben wir gleich mal mitgemacht, weil wir schon so lange nichts mehr gewonnen haben - die Übernachtung im Ritz Feb. 2004 in Berlin hat Spass gemacht und wir wollten mehr geschenkt...Irgendwelche Schauspieler waren auch da, aber ein bißchen sehr selbstverliebt und unspektakulär. Gewonnen haben wir auch nichts, obwohl es sehr spannend war und so sind wir nach kurzer Unterhaltung mit einem RTL Freitag Nacht News-team weiter Andenken kaufen gegangen.
Nach einem kurzen Stop bei einem weiteren Urban Outfitter und Armen voller Tüten und Geschenken sind wir zum Farmer´s Market an der Fairfax, um die neugebaute, plastik europäische Einkaufskunstlandschaft "The Grove" im Weihnachtsschmuck zu bewundern. Sehr hübsch. Hier ist oft alles so unwirklich, sie haben eine Art utopisch-europäische Einkaufsstrasse nachgebaut, mit kleiner Bahn, die ganze 300m immer hin und her fährt und klingelt, alles künstlich,steril sauber und auf alt getrimmt.
Das verwirrendste ist die Musik, die ständig überall läuft. Als Steine und Büsche getarnte Lautsprecher spielen draußen Weihnachtslieder, man steht unter dem Heizstrahler und denkt sich "Hach, nett, in einer Winterschüttelkugel zu leben!" Fehlt nur noch der Styroporschnee. Es gibt keinen Dreck,keine Kälte, keinen Lärm, alles glitzert, die malerische Bahn tuckert und klingelt und Kinder stehen mit strahlenden Augen und roten Bäckchen vor dem riesen Plastiklebkuchenzuckerlollibonbonhaus. Mir sprangen fast die Zahnkronen vor lauter Sweetness. Klingkling.


Kunstwelten zu erschaffen ist wirklich etwas, bei dem die Amerikaner keinerlei Skrupel haben, quasi eine manifestierte "romantic comedy", in der man sich nicht nur visuell sondern gleich komplett körperlich der Realität entziehen kann.
Wir altkultivierten Europäer haben da immer so Authentizitäts- und Distinktionsprobleme, aber, ach, weg damit, 3x fröhlich Jingle Bells getanzt, den zynischen Zug um den Mund mit Doughnuts gestopft und enthusiastisch eingetaucht in die Konsumfluten!












































